Eine Fotostrecke, die ebensoviel Kitsch wie Stimmungen zeigt
Wer Menschen vor dem Himmel oder einer sich weitläufig erstreckenden Landschaft fotografiert, erhöht sie so gewissermaßen, reißt sie aus dem Kontext des Banalen, interpretiert einen Sinn in ihre Haltung, ihre Anwesenheit, ihre Existenz.
Eins mit der Natur, dem Himmel entgegenstrebend: Bilder dieser Facon sind ein beliebtes Motiv für kitschige Kleinstbildbände à la “Werd wieder gesund” oder “Sehnsucht”. In Filmen können derartige Einstellungen hingegen Würde transportieren -oder aber über einen schwachen Plot hinwegtäuschen.
Zwischen dem hellen Himmel und der unbeleuchteten Rückansicht der abgelichteten Person ein starker entsteht oft ein starker Kontrast steht sodass nur die Silhouette zu erkennen ist. Dieser Kontrast verleiht dem Bild Spannung. Der Mensch soll nicht porträtiert, sondern eingebunden werden. Um wen es sich bei der Darstellung handelt, ist nebensächlich. Vielmehr steht er für ein universelles Identifikationselement des Betrachters, der sich durch in eine harmonische Umgebung einfühlen kann.
Trotz ihres Hangs zum Opulenten, zum bunt-Überladenen, haben auch Bilder aus einer heilen Welt ihren Reiz. Bewusst Irdisches auszublenden, Realitäten zu verzerren für den schönen Schein ist auch eine Kunst. Nur mit einer Kamera betrachtet, könnte unsere Welt so aussehen. Das ist kein Trost, und doch eine Verheißung.














